Ein starker Verbund

Gesundheit fordern und fördern

von links: Betriebsleiterin Petra Rose, CDU-Bundestagsabgeordneter Hans-Jürgen Thies, Ärztlicher Direktor und Chefarzt Dr. Willi Ohnesorge, Geschäftsführer Stephan Eydt, Chefärztin Dr. Bejtyle Kacabashi

Bundestagsabgeordneter besucht Gesundheitszentrum in Bad Waldliesborn

»Ich nehme ihre Sorgen und Anregungen mit nach Berlin«, versprach der heimische Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Thies, CDU, der Klinikleitung nach zweistündigen intensiven Gesprächen bei seinem Besuch in der Klinik Eichholz. In Bad Waldliesborn empfingen ihn Betriebsleiterin Petra Rose, Dr. Willi Ohnesorge (Ärztlicher Direktor, Chefarzt Orthopädie), Dr. Bejtyle Kacabashi (Chefärztin für Innere Medizin/Kardiologie und Angiologie) und Stephan Eydt (Geschäftsführer der Westfälisches Gesundheitszentrum Holding GmbH).

Eingehend erörtert wurde die Frage, wie dem akuten Fachkräftemangel, der sich auch im ärztlichen und pflegerischen Bereich in Reha-Kliniken zunehmend bemerkbar macht, in der Klinik Eichholz weiterhin erfolgreich begegnet werden kann. Petra Rose: »Das im Januar in Kraft getretene Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG) mit einer besseren Vergütung für Pflegekräfte im Akutpflegebereich wie Krankenhäuser und in der Altenpflege wie Seniorenheime macht die Situation für uns noch viel schlimmer. Die Patienten und Rehabilitanden müssen doch auch weiterhin auch nach der Akutphase, also nach einer Operation, beim Aufenthalt in der Rehaklinik von Ärzten und Pflegepersonal fachlich angemessen versorgt werden können«, betonte sie ihr Anliegen. „Das ist doch im Interesse der Allgemeinheit!“

Die Frage, ob sich die Arbeit des Pflegepersonals in einer Reha-Einrichtung von der in einer Klinik oder einem Seniorenheim wesentlich unterscheide, wurde von den Fachleuten einhellig verneint. »Die Patienten werden heute so früh aus dem Krankenhaus in die Reha entlassen, dass sie sehr viel stärker hilfe- und auch teilweise pflegebedürftig sind als früher zu „Kur-Zeiten“. Und Nachtdienste sind auch bei uns Vorschrift. Besonders Reha-Kliniken mit Schwerpunkt in der Geriatrie und Neurologie verlangen dem Pflegepersonal sehr viel ab. Das ist körperliche Schwerstarbeit«, machten die beiden Chefärzte  Dr. Ohnesorge und Dr. Kacabashi deutlich.

»Der Staat greift mit diesem Gesetz regulierend in den Klinik-Markt ein und vergisst dabei eine Sparte, nämlich die Reha-Kliniken. Das führt zu Verwerfungen, die wir so nicht kommentarlos hinnehmen können. Hier muss nachgebessert werden«, fasste Stephan Eydt zusammen.

Beim abschließenden Rundgang durch die Klinik, das Therapiezentrum und die Therme informierte Petra Rose den Besuch noch über die planmäßig voranschreitenden Renovierungsarbeiten in den Patientenzimmern: »Anfang Februar haben wir die  Modernisierung von weiteren 33 Zimmern erfolgreich abgeschlossen. Uns ist wichtig, dass wir seit Jahren  kontinuierlich in Gebäude und Ausstattung investieren, um unseren Patienten und Rehabilitanden einen hochwertigen und modernen Standard bieten zu können und in der Region wettbewerbsfähig zu bleiben.«

»Hier würde ich mich auch wohlfühlen«, verabschiedete sich Hans-Jürgen Thies, nachdem er auch noch die Zimmer und das Klinikrestaurant gesehen hatte.

»Sehr deutlich wurde für mich in den Gesprächen heute die Sorge der Reha-Kliniken, dass durch das Pflegepersonalstärkungsgesetz die dringend benötigten Pflegekräfte vermehrt in den Akutpflegebereich abwandern könnten. Diese Befürchtungen sind nachvollziehbar. Die Reha-Klinik Eichholz ist nicht alleine betroffen, sie steht stellvertretend für mehrere Reha-Einrichtungen im Kreis Soest. Das ist für mich ein deutlicher Handlungsauftrag«, fasste Hans-Jürgen Thies die Gespräche zusammen.

Veröffentlicht am: 11.02.2019

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